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Was ist Neuropsychologie?

  • Mag. Tanja Muminovic-Rüscher
  • 26. Jan. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Nov. 2025

Die Neuropsychologie beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen dem Gehirn und menschlichem Erleben, Verhalten und Handeln. Sie untersucht insbesondere geistige Funktionen wie Denkvermögen, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache, Wahrnehmung und motorische Fähigkeiten sowie emotionale und verhaltensbezogene Veränderungen.

Im Mittelpunkt stehen häufig Beeinträchtigungen dieser Funktionen, die durch Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns entstehen können – zum Beispiel nach Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata, bei Parkinson, Multipler Sklerose, Epilepsie oder Demenz.



Diagnostik und Therapie

Die neuropsychologische Diagnostik dient der Erfassung von kognitiven, emotionalen und verhaltensbezogenen Veränderungen, um gezielt geeignete Behandlungsschritte planen zu können. Mithilfe wissenschaftlich fundierter Testverfahren wird das individuelle Störungsprofil ermittelt.

Auf Basis dieser Ergebnisse bietet die Neuropsychologie spezialisierte Therapie- und Trainingsmöglichkeiten, um Betroffene bei der Bewältigung der Einschränkungen zu unterstützen.

Ziel ist es:

  • verlorene Fähigkeiten möglichst wiederherzustellen (Rehabilitation),

  • verbliebene Funktionen effektiv zu nutzen (Kompensation),

  • Strategien für den Alltag zu entwickeln,

  • die Lebensqualität zu verbessern und die Selbstständigkeit zu fördern.



Wer kann von neuropsychologischer Unterstützung profitieren?

Die neuropsychologische Behandlung richtet sich an Menschen mit bereits bestehenden kognitiven Problemen, z. B. nach einer neurologischen Erkrankung oder Verletzung.

Ebenso können Personen ohne akute Symptome die neuropsychologische Diagnostik nutzen – etwa zur vorsorglichen Untersuchung der geistigen Leistungsfähigkeit, z. B. im Rahmen der Früherkennung von Demenzerkrankungen.



Häufige Anzeichen neuropsychologischer Störungen

Typische Hinweise auf mögliche neuropsychologische Funktionsstörungen sind:

  • Gedächtnisprobleme

  • Verwirrtheit oder Orientierungsschwierigkeiten

  • Konzentrations- oder Aufmerksamkeitsdefizite

  • Sprach- oder Wortfindungsstörungen

  • Veränderungen der Persönlichkeit oder des Verhaltens

  • emotionale Auffälligkeiten (z. B. Reizbarkeit, Antriebslosigkeit)



Überweisung und Zugang

In der Regel erfolgt die Überweisung durch Neurolog:innen oder Psychiater:innen. Eine frühzeitige neuropsychologische Abklärung kann dabei entscheidend sein, um geeignete Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten und den weiteren Verlauf positiv zu beeinflussen.

 
 

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